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Geteilte Gefühlslage bei den Hüttenjungs nach den ersten beiden Spielen im neuen Jahr

|   Handball

Unsere B-Jugend fuhr leider mit lehren Händen aus Berlin zurück, 26:25 hieß es am Ende gegen die SG Hermsdorf-Waidmannslust. Dabei startete unsere B-Jugend gut ins Spiel und führten schnell 2:6 und 5:9. Mitte der ersten Halbzeit verloren die Hüttenjungs etwas den Spielfaden, sodass beim Halbzeitstand von 12:12 alles wieder offen war. Die zweite Hälfte verlief überwiegend ausgeglichen, bis sich in der 45.min die SG Hermsdorf –Waidmannslust  mit 23:20 absetzten konnte. Aber die Auer zeigten Moral, durch eine clever gespielte Manndeckung hieß es kurz vor Schluss 25:25. Tragisch wurde es am Ende! Durch ein direktes Freiwurftor der Gegner nach Ablauf der Spielzeit standen die Auer ohne Punkte da.

Nun heißt es für unsere B-Jugend Mund abputzen und aus der Niederlage zu lernen, denn schon nächstes Wochenende will man gegen den LHC Cottbus in eigener Halle die ersten Punkte im neuen Jahr einfahren.

 

 Ein Wechselbad der Gefühle hat Philipp Braun am vergangenen Sonntag erlebt. Mit den U19-Handballern von EHV und SG Nickelhütte Aue war der Trainer zum Nachholspiel nach Dresden gereist. Am Ende stand in der A-Jugend-Bundesliga gegen den HC Elbflorenz zwar ein 36:34-Erfolg (20:14) zu Buche. Doch ehe die zwei Punkte in Sack und Tüten waren, mussten die Erzgebirger noch einmal mächtig zittern. Denn elf fatale Minuten am Ende des Auswärtsspiels hätten sie beinahe alles Zählbare gekostet. „Ich habe drei graue Haare mehr“, kommentierte Braun insbesondere den misslungenen Schlussakkord.

Bis dahin lief an der Elbe alles nach Maß. „Wir hatten zwar ein wenig Mühe, ins Spiel zu finden.“ 5:7 hieß es aus Gäste-Sicht nach 13 Minuten. Doch über eine ausgeglichene Phase – 7:7 (15.) und 11:11 (19.) – setzten sich die Auer Tor um Tor ab. „Wir haben gegen das 6:0 und 4:2 der Dresdner Abwehr gute Mittel gefunden und waren im Angriff effizient.“ In der Abwehr taten sich die Erzgebirger schwerer. „Trotzdem konnten wir uns bis zur Pause auf sechs Tore absetzen – ein gutes Polster“, so Braun. Vielleicht fiel es einen Tick zu hoch aus. Zwar lief bis zur 47. Minute noch alles nach Plan. Denn die Talente aus Aue konnten ihren Vorsprung solide und stetig ausbauen, lagen in der 48. Minute gar schon mit 33:24 vorn. Was jedoch dann passierte, war aus Sicht der Auer Bank zum Haareraufen: So schmolz Dresden das Polster dank eines 3:0- und eines 6:0-Laufs innerhalb von wenigen Minuten bis auf ein Tor ab – 34:35 (60.). „Uns gelingen lediglich drei Treffer in den letzten 13 Minuten, während Elbflorenz unentwegt einnetzt“, beschreibt Braun die aus Sicht der Gäste verheerende Phase, über die noch zu reden sei. „Das ist unerklärlich. Ich weiß nicht, was da los war“, so der Coach und vermutet, dass sich seine Schützlinge ihrer Sache vielleicht schon zu sicher waren. „Den Gegner auf diese Weise noch einmal so stark zu machen, darüber müssen wir reden.“ Dennoch liege selbst in dieser kritikwürdigen Phase etwas Gutes. „Früher hätten wir das Spiel vermutlich sogar noch verloren.“ Doch inzwischen sei mit der Sieben aus Aue in der A-Jugend-Bundesliga zu rechnen. „Wir fahren nicht mehr auswärts, um mal zu sehen, was wird. Sondern wir nehmen uns Siege vor – und haben auch das Potenzial dazu, wenn jeder bei einhundert Prozent bleibt.“ Aus der geschlossenen Teamleistung in Dresden ragten laut Braun Daniel Sova, Nico Planken und Finn Espig als Torgaranten heraus. Ein Lob gab es zudem für Keeper Kevin-Tom Bauer. „Er hatte zum Einstieg eine starke Viertelstunde“, so der Coach.

Aue: Bauer, Dudin; Planken (8), Petkov, Sova (10/5), Klan (1), Kröber (2), Günther (4), Hofmann (4), Lange, Fischer (1), Espig (6), Härich

Text: Anna Neef 

 

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